In Tagen der Trauer
 

Ich darf mich meiner Trauer völlig hingeben, ohne danach zu fragen, was andere Menschen denken.

Ich darf die Schmerzen zulassen, darf weinen und klagen und zornig sein.

Ich darf mich während meiner Trauer vom heutigen Leben zurückziehen und ganz in der Erinnerung leben.

Ich darf Dankbarkeit empfinden für diesen Menschen, gerade weil mich der Verlust schmerzt.

Ich darf Fragen zulassen über meine Versäumnisse gegenüber diesem Menschen. Wenn ich mich schuldig weiss, darf ich diese Schuld eingestehen.

Ich darf Fragen zulassen über Versäumnisse und Lieblosigkeit des verstorbenen Menschen mir gegenüber. Ich darf ihm Schuld auch nachträglich vergeben.

Ich darf zu Gott beten und klagen. Ich darf bei ihm «abladen».

Ich darf auf ein Leben nach dem Tod hoffen und trotzdem in dieser Welt leben.

Ich darf so trauern, weil es für mich und meine Heilung gut ist.

Ich darf das «neue Leben» nach der Trauer so führen, wie ich es für gut halte.

    

Text aus «In Tagen der Trauer» von Rainer Haak

Hoffnung und Trost - einfühlsame Begleitung. Wie geht es weiter, kann es überhaupt weitergehen nach dem Tod eines geliebten Menschen? - Ein Trostbuch als einfühlsamer Wegbegleiter gestaltet für Stunden, Tage, Zeiten voller Trauer und Fragen, das neue Hoffnung spendet.

Das schmale Bändchen ist mehr als ein Geschenkbuch für Trauernde mit einfühlenden Texten und schönen Naturfotos. Rainer Haak hat dieses Trostbuch als hilfreichen Wegbegleiter gestaltet für Stunden und Tage voller Trauer und Fragen.