Zeitsouveränitäts Tipps
 

Wer Zeitmanagement falsch oder zumindest einseitig versteht, versucht damit, immer mehr Aufgaben in immer weniger Zeit zu erledigen. Mehr Lebensqualität verspricht dies jedoch nicht. Denn dazu muss der Zeitplan vor allem an den eigenen Bedürfnissen ausgerichtet werden.

1. Entspannung:

Entspannungsmethoden beschleunigen den Eintritt in die Erholungsphase wesentlich. Ihr Nutzen lässt sich sogar wissenschaftlich nachweisen. Einige der Techniken wie «Yoga» oder «Qi Gong» kräftigen zudem die Muskulatur.

2. Sport:

Regelmässige Bewegung hilft dabei, Stress abzubauen. Es geht jedoch nicht darum, mit hochrotem Kopf und kurz vorm Limit durch den Wald zu hetzen. Sport soll dem Körper gut tun und ihn nicht zusätzlich schwächen.

3. Pausen:

Das Gehirn benötigt am Tag regelmässige Pausen und nachts braucht es ausreichend Schlaf, um sich zu regenerieren. Wichtig sind zudem regelmässiges Faulenzen, Urlaube und Wochenendreisen. Aber bitte nicht vor und nach dem Kurztripp jeweils drei Nächte durcharbeiten, um das Pensum auf dem alten Level zu halten.

4. Nicht hetzen lassen:

Sobald man sich gehetzt und zwischen vielen Aufgaben hin- und hergerissen fühlt, sollte man ganz bewusst das Tempo drosseln oder sogar kurz inne halten: Atem- und Entspannungsübungen machen oder sich zum Beispiel im Geiste einen Platz vorstellen, an dem es friedlich und schön ist.

5. Rituale:

Hat man etwas gefunden, was Körper und Seele gut tut, sollte es fest in den Tag, die Woche, den Monat oder das Jahr integriert werden. Das kann das morgendliche Meditieren, der wöchentliche Waldlauf oder das gemeinsame Geburtstag feiern mit Freunden sein.

6. Werte-Check:

Damit man nicht nur herumwuselt, sondern effizient auf seine Ziele hinarbeitet, ist es wichtig, Termine mit sich selbst zu vereinbaren, an denen man immer wieder überprüft, ob man noch auf dem richtigen Weg ist: Investiert man seine Zeit in die richtigen Aufgaben oder tut man nur, was andere gerne von einem hätten?

7. Dringlichkeits-Frage:

Solange es in der Firma nicht brennt oder das Leben eines Menschen auf dem Spiel steht, hat man die Zeit zu überprüfen, ob eine Aufgabe wirklich so wichtig ist, dass sie sofort erledigt werden muss. Oder ob sich nicht ein besserer Termin dafür finden lässt. Dazu gehört auch, mit Vorgesetzten oder Mitarbeitern einen Zeitpunkt zu verhandeln, bis zu dem man die Aufgabe erledigen kann.

8. Mut zur Lücke:

Auch wenn es manchmal schwierig ist, man muss nicht alles 100-prozentig machen. Es gibt Aufgaben, die einfach nicht so wichtig sind. An denen lässt sich der Mut zur Lücke sehr gut üben.

9. Selbstbewusstsein:

Mit schwachen Selbstbewusstsein lässt es sich schlecht nein sagen, aber auch schlecht zur nötigen Gelassenheit gelangen. Erhöhen kann man das Selbstbewusstsein etwa, indem man seine Selbstgespräche beobachtet und beängstigende oder bedrohliche Dinge, die man sich immer wieder sagt, durch freundliche und aufmunternde Worte ersetzt.

10. Bio-Rhythmus:

Jeder Mensch hat Phasen, in denen er besonders leistungsfähig ist. Es gilt, diese herauszufinden und effektiv zu nutzen. Morgenmuffel etwa sollten nicht ständig am frühen Morgen Höchstleistungen von sich fordern. Sie quälen sich damit nur selbst.

Quelle: managerSeminare  Autorin: Andrea Bittelmeyer